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3.9.2010 : 20:17 : +0200

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"Integraler Gipfel" (G13) in Frankfurt-Niederursel

Ein wichtiger Schritt zu einer klareren Ausrichtung und besseren Koordination der integralen Bewegung in Deutschland ? so könnte man das Ergebnis des Treffens der integralen Initiativen und Organisationen in Deutschland am 15./16. März zusammenfassen.

Schon vor einem halben Jahr hatte die Vorsitzende der Integralen Initiative Frankfurt, Sonja Student, zum Integralen Gipfel nach Frankfurt eingeladen. Ziel sollte die bessere Zusammenarbeit der verschiedenen integralen Organisationen sein sowie eine bessere Übersichtlichkeit für Außenstehende und Interessenten.

 

Vertreten war die Integrale Bewegung durch Dennis Wittrock (Vorstand Integrales Forum - IF), Hilde Weckmann (Vorstand des IF und Gründerin der European Integral Academy - EIA), Monika Frühwirth (Chefredakteurin der Integralen Perspektiven und Integraler Salon Wien), Sonja Student (Vorsitzende der Integralen Initiative Frankfurt ? IIF und kommissarisches Vorstandsmitglied des IF), Rolf Lutterbeck (Vorstand IIF) und Michael Habecker (Vorstand IIF und Mit-Herausgeber  des Online-Journals ?integral informiert? und der KenWilber.de/at/ch), Gerd Klostermann (Gründer des IF), Regina Hunschock (Nexus und Frauenfeld), Andreas Schröder (IIF und IF), Dirk Püschel und Ricarda Wildförster (ehemalige Vorstandsmitglieder des IF) sowie die beiden Chefredakteure von info 3 und der deutschen Ausgabe von What is Enlightenment, Jens Heisterkamp und Tom Steininger.

Hans-Jürgen Schröter (Herausgeber Integrale Bibliothek), Uwe Schramm (IF-Website) und Uli Vogel (Regiogruppe Freiburg) konnten wegen Krankheit und anderer Verpflichtungen leider nicht an dem Treffen teilnehmen. So wurde aus einem geplanten G16 ein G13.

Durch die beiden Tage führten uns die beiden Coaches und Berater Rolf Lutterbeck und Andreas Schröder, dabei setzten sie sowohl Elemente des BIG MIND-Prozesses als auch der systemischen Aufstellung ein.

 

Potenziale der Einzelnen

Für die Weiterentwicklung der Integralen Bewegung sind die Kompetenzen, Visionen und Intentionen ihrer Führungskräfte von großer Bedeutung. Die Erfassung der inneren und äußeren Qualitäten war ein wichtiger Ausgangspunkt des Treffens. Sie zeigte, dass hohe Potenziale und Motivationen bei allen Anwesenden vorhanden sind. Doch wie können die einzelnen Stärken in einem integral informierten Rahmen oder einer Organisation optimal zum Wohl des Ganzen eingesetzt werden? Wie können sie konstruktiv genutzt und handlungswirksam werden? Wie können wir verhindern, dass die Integralen sich zu viel unproduktiv und zum Teil destruktiv mit sich selber beschäftigen?

Wie können wir nützlich und orientierend sein für viele Menschen, die ganzheitliche und umfassende Lösungen für die Probleme unserer Zeit suchen?

 

Potenziale der Organisationen und Strukturen

Ebenfalls erfasst wurden die bereits vorhandenen Strukturen mit ihren Organisationen, Fach-, Regionalgruppen und Salons sowie die Medien und Seminare. Sie sollen demnächst in einer Art ?Integralem Multiplex? zusammengefasst werden, so dass sie übersichtlich und transparent auch für Außenstehende sind.

 

Der Schatten oder was uns hindert, die Potenziale wirksam zu entfalten

Auch zur Sprache kamen die Schatten der integralen Bewegung: der Intellektualismus, der oft die Seele des Ganzen überdeckt sowie der extreme postmoderne Individualismus, der Befindlichkeiten und Gefühlslagen oft wichtiger nimmt als die integrale Vision und ihre Aufgaben. Es ist wichtig, dass wir auf die höhere Ausrichtung besinnen und an uns arbeiten, um uns in unserem Leben und Arbeiten von unserem besten Teil leiten zu lassen.

Gerade der Blick von ?außen?, durch unsere Partner von  info3 und EnlightenNext kann uns dabei helfen, eigene Schatten zu erkennen und zu überwinden.

 

Sich besser aufstellen

Eine systemische Aufstellung, kompetent durch Rolf Lutterbeck geführt, brachte etwas Licht in die gegenwärtige Situation und ihre mögliche Lösung.

Aufgestellt wurden: die integrale Bewegung als Fokus (alle anwesenden integralen Organisationen), ihre Medien und Seminare, ihre Wirtschaftlichkeit, die integrale Idee, Ken Wilber als Leitfigur, die Zielgruppen der integralen Bewegung auf der orangen (+ prä-orange), grünen und gelben Bewusstseinsebene.

 

Projekte und Ideen

Einige der nächsten Projekte, die von den Teilnehmer/Innen des Gipfels umgesetzt werden sollen, sind:

"Integraler Multiplex": ein Überblick über die integralen Organisationen und Projekte und ein gemeinsamer Kodex als Grundlage des Zusammenschlusses. Dabei soll auch das neue Netzwerk Integral Europe einbezogen werden (Verantwortlich: Michael Habecker)

DIA ? Deutsche Integrale Akademie als Sektion der EIA: Aufbau einer neuen Seminarlandschaft (Sonja Student)

Terminkoordination und Transparenz: Damit sich integrale Seminare und Veranstaltungen möglichst wenig überschneiden, stellen Dennis Wittrock und Rolf Lutterbeck eine Übersicht her, in die die Veranstalter ihre Seminare eintragen können. Wenn möglich, sollen Termine schon in der Planungsphase eingetragen werden, damit Überschneidungen bei größeren Events im Vorfeld vermieden werden können.

Koordination, Qualifizierung und Gütesiegel der Integralen Salons: Das IF regt eine Tagung der Integralen Salons an, bei der diese Fragen behandelt werden. Dabei sollen Best-Practice-Beispiele ? auch aus dem europäischen oder amerikanischen Ausland berücksichtigt werden.

Integraler Rat: Um die Qualitätskriterien und evtl. Gütesiegel zu sichern, sollte ein Rat von Menschen eingerichtet werden, die im Augenblick das größte Vertrauen und die höchste Kompetenz in der integralen Bewegung genießen und dort aktiv sind. Als Kriterium für die Auswahl dieser 3 ? 5 Personen wurde genannt: Wem vertraue ich und wessen Führung kann ich mich unterordnen? Um die Erfassung dieses Personenkreises kümmert sich Sonja Student.

Weitere Vorhaben: Veranstaltung mit Elizabeth Debold mit WIE und IF (verantwortlich Regina Hunschock), Integrale Spiritualität und Integrale Erfolge.

Die Teilnehmer/innen waren sich am Schluss des Treffens einig, dass der beschrittene Weg eine große Chance für die integrale Bewegung im deutschsprachigen Raum bietet. Ein Folgetreffen ist geplant.

- Sonja Student und Dennis Wittrock

 

 

08.04.2008 15:58 Alter: 2 Jahre