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7.9.2010 : 23:40 : +0200

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IP14 - Interkultureller Dialog + Kommunikation

Die neue IP jetzt komplett in Farbe.

IP14 - Interkultureller Dialog + Kommunikation

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Integrales Denken ist nicht länger Luxus. Integrales Denken ist zwingend erforderlich für unser Überleben“, hat Ken Wilber in einem Telefoninterview am 7.8.2009 eindringlich formuliert. Die Menschheit steht mit der globalen Klimakatastrophe vor einer ihrer schwierigsten Herausforderungen. Zwar leben wir in EINER WELT, in einem – von außen betrachtet – System ökologischer Zusammenhänge, denn Klimaveränderung und die von ihr verursachten sozialen Krisen machen vor nationalen Grenzen nicht halt. Gleichzeitig befinden sich – und das ist eine Innenansicht der Menschheit – etwa 70 % aller Menschen auf einer Bewusstseinsstufe, die ethnozentrisch-nationalistisch und darunter ist. Wir brauchen zur Lösung der drohenden Katastrophe dringend einen umfassenden und ganzheitlichen Ansatz, der von der höchstmöglichen Entwicklungsebene die Probleme angeht und dabei in der Lage ist, alle Bewusstseinsebenen anzusprechen, auch diejenigen, denen ökologische Probleme ziemlich egal sind. Und wir brauchen eine Global Leadership von Menschen, die diesen großen Kontext halten können, weil sie leidenschaftlich im Leben und in der Welt sind und zugleich – in der Unendlichkeit ruhend – nicht nur von der Welt sind.

Mit diesem Heft beginnen das Integrale Forum und die integralen perspektiven ihre kontinuierliche Begleitung und Förderung des weltweiten Engagements von Jim Garrison und des von ihm mit Michail Gorbatschow 1995 gegründeten State of the Word Forums. Dieses Forum hat sich zum Ziel gesetzt, die globale Wirtschaft umweltverträglich zu machen und den weltweiten CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 80 % zu reduzieren – nicht erst bis 2050, wie es die Regierungen der Welt realitätsverweigernd diskutieren. Zum ersten Mal hat eine weltweite Organisation wie das State of the World Forum den integralen Ansatz zur Grundlage seiner Zehn-Jahres-Initiative gemacht. Anne Caspari war auf der Vorbereitungskonferenz in Rio und berichtet darüber exklusiv für die ip.

Dass wir mit diesem Heft farbiger werden, hängt nicht nur mit dem  Schwerpunktthema „Kulturelle Vielfalt und Differenz“ zusammen, wiewohl es die Buntheit des Lebens angemessener ausdrückt als ein Schwarz-Weiß mit Grauschattierungen. Wir realisieren damit ein Vorhaben, das vor allem unserer Chefrekteurin Monika Frühwirth und unserem Gestalter und Layouter Uwe Schramm seit Langem ein – ästhetischer – Herzenswunsch ist. Mit einer höheren Auflage wollen wir noch mehr Menschen mit dem Integralen Ansatz bekannt und damit fit machen, aktiv in die Gestaltung unserer Zukunft einzugreifen.

Um unsere Aufgabe noch professioneller wahrnehmen zu können, brauchen wir dringend mehr Mittel. Das Integrale Forum hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, bis 2010 die Mitgliederzahl von bisher 250 auf 500 zu verdoppeln und Spenden für eine bessere Ausstattung der personellen Ressourcen zu gewinnen. Bis auf unsere Geschäftsstelle werden fast alle Arbeiten ehrenamtlich wahrgenommen. Wenn wir in diesen schwierigen Zeiten wirkungsvoller agieren wollen, brauchen wir mehr Unterstützung, materiell und personell. Im Namen des Vorstands des Integralen Forums und der integralen perspektiven bitten wir Sie: Helfen Sie uns dabei, dass im Sinne Ken Wilbers aus einem geistigen Luxus ein wirksames Mittel, ein Beitrag zur Lösung der dringendsten Existenzfrage unserer Zeit wird.

Herzlichen Dank und viel Freude bei der Lektüre der neuen Ausgabe

Ihre Monika Frühwirth, Michael Habecker und Sonja Student

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24.11.2009 13:23 Alter: 287 Tage